Digitale Schiene Deutschland im Erzgebirge: Teststrecke erreicht nächsten Meilenstein

26. März 2026

Digitale Schiene Deutschland im Erzgebirge: Teststrecke erreicht nächsten Meilenstein

Die Digitale Schiene Deutschland verfolgt das Ziel, den Bahnverkehr mit moderner Leit-, Sicherungs- und Kommunikationstechnik leistungsfähiger, zuverlässiger und zukunftsfähig zu machen. Ein wichtiger Ort für diese Entwicklung ist das Digitale Testfeld Bahn im Erzgebirge. Dort werden neue Technologien nicht nur im Labor, sondern unter realen Bedingungen auf der Strecke erprobt. Eine zentrale Rolle spielt dabei das künftige Bahnfunk- und Datensystem FRMCS (Future Railway Mobile Communication System), das auf 5G-Technologie aufbaut und perspektivisch den heutigen Standard GSM-R weiterentwickeln soll.

Auf dieser Teststrecke wurde nun ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht: Der Bahnhof ist fertiggestellt, das Rechenzentrum aufgebaut und die aktuelle Testinfrastruktur entlang der Strecke zunächst abgeschlossen. Auch in diesem Projektabschnitt war MUGLER wieder an der technischen Umsetzung beteiligt. Auf den Bildern und im Video sind unter anderem die Montage der letzten Antenne sowie Arbeiten am Bahnhof Scheibenberg zu sehen.

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Aktueller Stand auf der Teststrecke

Im aktuellen Ausbaustand kommen entlang der Strecke insgesamt sieben Technikcontainer. Je nach Testaufbau sind die Container unterschiedlich ausgestattet. Pro Container sind bis zu vier Antennen vorgesehen, wobei nicht jeder Standort identisch ausgebaut ist. Im Rahmen des 1900-MHz-Projekts wurde die Infrastruktur für weitere Erprobungen vorbereitet. Dieser Frequenzbereich ist für FRMCS besonders relevant, da das zukünftige System neben anderen Frequenzbereichen auch Übertragungen bei 1,9 GHz unterstützen soll. Im Digitalen Testfeld Bahn werden solche Anwendungen gezielt erprobt und für einen späteren Rollout vorbereitet.

Eine Besonderheit des Projekts ist, dass entlang der Strecke verschiedene Typen von Technikcontainern als Testaufbauten eingesetzt werden. Dadurch lassen sich unterschiedliche bauliche und technische Rahmenbedingungen praxisnah untersuchen. Denn je nach Standort unterscheiden sich Untergrund, Platzverhältnisse, topografische Lage und weitere örtliche Gegebenheiten teils deutlich. Genau diese Unterschiede sind wichtig, um zu prüfen, wie sich die Technik unter realen Bedingungen in verschiedenen Ausführungen bewährt.

Ausblick auf den weiteren Ausbau

Auch der Blick nach vorn ist bereits klar: Geplant ist eine Erweiterung der Strecke in Richtung Schlettau. Vorgesehen sind dort zwei weitere Standorte mit Stahlplattform, Bohrpfahlgründung und Antennenmast in einer Höhe von etwa 15 bis 20 Metern. Das Vorhaben befindet sich derzeit in der vorbereitenden Phase. Die MUGLER SE wird den weiteren Ausbau auch in diesem Projektabschnitt begleiten.

Die Teststrecke im Erzgebirge bleibt damit ein wichtiges Zukunftsprojekt. Sie zeigt, wie digitale Kommunikation, neue Infrastrukturen und praxisnahe Erprobung zusammenwirken können, um die Bahn schrittweise weiterzuentwickeln. Die Erkenntnisse aus der Testphase könnten später auch in einen großflächigen Rollout einfließen.